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09.11.2016

Zweite Finanzierungsrunde für BABYBE in Stuttgart

Die beiden Babybe-Gründer Camilo Anabalon und Raphael Lang.

Der VC Fonds BW und die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg investieren erneut in das Hightech-Kissen von BABYBE-Gründer Raphael Lang und Camilo Anabalon. Mit dem Kissen lassen sich Atem- und Herzrhythmus der Mutter direkt in den Brutkasten auf Frühchen übertragen. Diese entwickeln sich so besser und nehmen schneller zu.

Mehr Geräte bauen und den europaweiten Vertrieb aufbauen: Das haben die BABYBE-Gründer Raphael Lang und Camilo Anabalon mit dem Geld aus der nächsten Finanzierungsrunde des VC Fonds BW und der MBG Baden-Württemberg vor.

Was sich recht technisch anhört, ist denen, die BABYBE kennengelernt haben, zur Herzensangelegenheit geworden. Denn von den rund 15 Millionen Babys, die laut Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, werden viele wochenlang in Brutkästen versorgt. „Unser Kissen überträgt Atem- und Herzrhythmus der Mutter in den Brutkasten und stellt so die Nähe zur Mutter her“, sagt Camilo Anabalon (34).

Wie das geht? Das von den Gründern entwickelte Hightech-System besteht aus drei Komponenten: dem Aufnahmemodul, einer Steuereinheit und dem Kissen selbst, auf dem das Baby liegt. Das Aufnahmemodul in Form einer Schildkröte legt sich die Mutter auf die Brust. Es nimmt Schall und Atemrhythmus auf. Die Steuereinheit bekommt die Signale von der Schildkröte und leitet sie weiter an das Kissen im Brutkasten.

Fünf Jahre sind seit der Gründung von BABYBE vergangen. Aktuell ist das marktreife Produkt mit CE-Zulassung in Kinderkliniken in Italien, den Niederlanden und in Chile im Einsatz. „Unsere Studie zeigt, dass die Frühchen mit BABYBE ruhiger atmen, schneller an Gewicht zunehmen und dass die Eltern wesentlich relaxter sind“, sagt Raphael Lang (33). Vor allem das positive Feedback der Eltern motiviert die jungen Unternehmer. Die Eltern seien somit Teil des Pflegeprozesses und fühlten sich nicht nutzlos.

Das hat auch den VC Fonds BW und die MBG Baden-Württemberg überzeugt, die jetzt zum zweiten Mal, nach der ersten Finanzierungsrunde im November 2015, in das Stuttgarter Start-up investieren. „Die Kliniken und die Eltern sind von dem Produkt begeistert. Die positive Wirkung des BABYBE-Systems ist nachgewiesen, das Geschäftsmodell ist skalierbar und das Produkt lässt sich global verkaufen. Deshalb investieren wir erneut in BABYBE“, sagt Sascha Fritz, Leiter Venture Capital bei der MBG Baden-Württemberg in Stuttgart.

Für 2017 steht bei den jungen Unternehmern Verkaufen auf dem Plan. Neben dem VC Fonds BW und der MBG Baden-Württemberg unterstützt SOS Venture als dritter Investor das Gründerduo. „SOS Venture hilft uns, das Gerät in Ländern in Krankenhäuser zu bringen, in denen sie selbst aktiv sind“, berichtet Lang, „für uns eine weitere Bestätigung für unsere Arbeit.“

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