HPM Technologie GmbH - Kleine Menge, große Wirkung

„Weniger ist mehr“ – diesem Motto widmet sich die HPM Technologie GmbH bereits seit über 70 Jahren. Die entwickelten Minimalmengenschmiersysteme verhindern durch gezieltes Aufbringen des Kühlschmierstoffes an der Bearbeitungsstelle das Erhitzen von Werkzeug und Werkstück. Eine herkömmliche Kühlung mittels Vollflutung wird damit überflüssig. Zum Vergleich: Während bei der Sprühtechnik des Münsinger Unternehmens nur 5-120 ml Flüssigkeit pro Stunde verbraucht werden, sind bei der „normalen“ Kühlschmierung mehrere hundert Liter im Umlauf. Bildlich gesprochen lässt sich dieser Unterschied wie zwischen einem Martiniglas und einem Tank-LKW gleichsetzen. Die Pluspunkte der Innovation: Zum einen gelangen weniger Lösemittel in die Umwelt, zum anderen entfallen die nachgelagerten Prozesse wie Reinigung und Entsorgung der Werkstücke und Späne. Dank der Minimalmengenschmiertechnik bleibt der Arbeitsraum sauber. Außerdem werden durch die verminderte Reibung der Werkzeugverschleiß und der Energiebedarf wesentlich reduziert; die trockenen Späne sind wertvolle Rohstoffe – statt Sondermüll. Der Einsatz dieser Systeme ist zudem höchst profitabel und senkt die Betriebskosten in der Fertigung erheblich. Nach nur wenigen Monaten haben sich diese Investitionen amortisiert.

Steffen Hoffmann, Mitglied der Geschäftsleitung des Unternehmens, betont: „Ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit liegt uns besonders am Herzen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Ressourceneffizienz unserer Geräte zu verbessern. Denn wir haben nur diese eine Erde.“ Doch damit nicht genug: Das Unternehmen bietet zudem biologisch abbaubare Schmierstoffe – basierend auf Wasser oder Rapsöl – an. Diese sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für den Produktionsmitarbeiter. Klassische Kühlschmierstoffe in Kreislaufschmiersystemen können bei mangelnder Pflege Hautirritationen oder auch Atemwegserkrankungen auslösen. Dagegen handelt es sich bei der Minimalmengenschmierung um eine reine Verlustschmierung. Das heißt, im Prozess wird immer nur frisches Medium verwendet. „Die wichtigste und bedauerlicherweise auch knappste Ressource, die wir haben, ist der Mensch – das dürfen wir nicht vergessen“, sagt Hoffmann. Ihm und seinem Schwiegervater Hanspeter Münzing ist es wichtig, ihr Wissen weiterzugeben. So bestehen Kooperationen mit Hochschulen und ein regelmäßiger Austausch mit dem Umweltministerium oder dem KIT in Karlsruhe. Laut Hoffmann gibt es Wachstumschancen im Segment der Minimalschmiertechnik von bis zu 80 Prozent. Die HPM Technologie GmbH zählt hier zu den größten Anbietern. Damit es auch künftig wie geschmiert läuft, will das Unternehmen jetzt weiter durchstarten. Geplant ist der Umzug nach Dettingen an der Erms in ein neues, größeres Gebäude mit gläserner Produktion. Für diese Investition erhielt der Betrieb frisches Kapital von der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg. „Es ist toll, wenn man seine Zukunftspläne realisieren kann. Und die Berater der MBG haben uns von Anfang an sehr gut begleitet und auch ein echtes Interesse am Thema Nachhaltigkeit gezeigt“, erzählt Steffen Hoffmann begeistert.

HPM Technologie GmbH

Beteiligte: Kreissparkasse Reutlingen l L-Bank l Bürgschaftsbank und MBG Baden-Württemberg
Finanziert mit: Ressourceneffizienzfinanzierung mit 50-prozentiger Bürgschaft l Stille Beteiligung über Mittelstand CSR Programm

1945 gegründet l 25 Mitarbeiter
www.hpmtechnologie.de

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