Findbox GmbH

Michael Unmüßig ist Unternehmer durch und durch. Mit 18 gründete er sein erstes Unternehmen. Nun startet er mit der Findbox GmbH, die Kunden das schnelle Finden von Produkten im Handel ermöglicht, international durch.

Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann hatte Unmüßig zunächst als stellvertretender EDV-Leiter in einem Unternehmen gearbeitet. Nebenberuflich entwickelte er zusammen mit seinem Partner Thomas Schwarz ein System zur Sammlung und Aufbereitung von Tonerkartuschen. Nachdem er seine K&U Printware dann vor einigen Jahren an ein US-Unternehmen verkauft hatte, entwickelte er mit Schwarz und seinem dritten Partner Peter Beying im Rahmen eines Management-Buy-outs einen elektronischen Produktfinder für den Einzelhandel. Das System funktioniert auf Basis eines spezialisierten Mehrkamerasystems. Mittels einer 3D-Analyse werden die vom Kunden gesuchten Produkte im Verkaufsregal eines Geschäfts innerhalb weniger Sekunden erkannt und optisch angezeigt.

Der Kunde legt beispielsweise seine gebrauchte Glühbirne unter den Scanner der Findbox und schon blinkt eine Leuchtdiode an der Stelle, wo das Produkt liegt. Das System erkennt das Produkt dabei primär an visuellen Merkmalen wie Formen, Farben oder Schriften analog der menschlichen Wahrnehmung. Das spart Zeit. Denn gerade an stark frequentierten Tagen, etwa in der Vorweihnachtszeit oder an Samstagen, hat das Beratungspersonal im Geschäft oft wenig Zeit. Mit der Findbox findet der Kunde dennoch schnell und zuverlässig, was er sucht. Das steigert nicht nur seine Zufriedenheit, sondern beschert dem Geschäft auch Umsätze, die andernfalls verloren gingen, weil Kunden unverrichteter Dinge wieder abziehen müssen. Renommierte internationale Handelskonzerne wie Metro, Euronics, Carrefour oder Auchan ließen sich von der technischen Lösung bereits überzeugen. Die Findbox GmbH aus Ettenheim bei Freiburg zählt mittlerweile weltweit 60 große Handelsketten zu ihren Kunden und hat immerhin schon 550 solcher Systeme installiert.

Bereits seit 25 Jahren begleitete die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg die Projekte des Gründerteams. „Das ist eine Bank, die noch ein Gespür dafür hat, was ein Unternehmen braucht. Schon bei meinem ersten Unternehmen wurde mir für den Kauf von Tonerkassetten perfekt geholfen“, sagt Unmüßig anerkennend.

Mit dem kürzlich erfolgten Einstieg der französischen SES -Imagotag, Weltmarktführer bei elektronischen Preisschildern, hat nun ein neues Kapitel in der Geschichte der 2012 gegründeten Findbox GmbH begonnen. Mit Hilfe des kapitalstarken neuen Anteilseigners will das Team um Unmüßig, das sich auch persönlich gut mit den neuen Partnern versteht, nun auch in Amerika, Asien und Afrika durchstarten. Der neue Mehrheitsaktionär hält 67 Prozent der Anteile. Doch Unmüßig und seine Partner, die im Gegenzug an ihrem neuen Anteilseigner beteiligt sind, wollen deshalb auf keinen Fall aussteigen. „Ich bleibe auf jeden Fall dabei“, versichert Unmüßig, der seinen Geschäftsführervertrag gerade erst verlängert hat. Es gibt schließlich noch viel zu tun für die globale digitale Welt des Handels.

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