Synapticon GmbH

Mit der Synapticon-Technologieplattform für Robotik und Industrie 4.0 lassen sich Prototypen schneller bauen und die Serienproduktion günstiger starten.

Entwicklungen so beschleunigen, dass innerhalb kurzer Zeit ein Prototyp entsteht, das kann die Technologieplattform von Synapticon. „Dass Entwickler danach auf den Prototyp aufbauen und für die erste Serie nicht wieder von vorn anfangen müssen, ist neu und genau das, was unsere Kunden brauchen“ sagt Nikolai Ensslen, einer der Gründer der Synapticon GmbH in Filderstadt.

Erste Inspiration für die Synapticon-Plattform gab ein Rennwagen, den Ensslen und sein späterer Mitgründer Andrija Feher während ihres Studiums an der Uni Bayreuth gebaut haben. „Wir entwickelten einen Formel-Rennwagen, der nicht nur schnell, sondern auch günstig sein musste – auch der Businessplan wurde bewertet“, sagt Ensslen mit Blick auf seine Studienzeit.

Beide sammelten nach ihrem Studium erste Berufserfahrungen. Dabei wurde ihnen klar, dass rund um die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik in Verbindung mit IT – was meist unter dem Begriff Industrie 4.0 läuft – interessante neue Geschäftsfelder entstehen. Erste Projekte konnten sie mit dem Roboterhersteller Kuka umsetzen sowie mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Entstanden sind daraus die Hardund Software-Plattform für die Entwicklung von Cyber-Physical Systems. Sie besteht aus Modulen für F&E, den Prototypenbau und Kleinserien; aus Chips für individuelle Lösungen und Massenprodukte sowie aus einem Werkzeug für System-Design und die Entwicklung verteilter Software. Inzwischen nutzen viele Innovations- und Marktführer der Robotik- und Automationsindustrie sowie führende Forscher ihre Plattform.


Auf ihrem Weg hatten Ensslen und Feher viele Unterstützer: ihre Investoren, Technologienetzwerke im Land und ihre Businessangels. Die Unterstützung von Bürgschaftsbank und MBG Baden-Württemberg schätzt Ensslen sehr. „Auch als wir noch in der Findungsphase waren, haben unsere Partner zu uns gehalten“, sagt der 32-Jährige. Inzwischen beschäftigt Synapticon 28 Mitarbeiter in Filderstadt und sechs in Belgrad. Vor kurzem wurde der Vertrieb in Redwood City, im Silicon Valley, mit einem Mitarbeiter aufgebaut. Kunden hat das Unternehmen in der ganzen Welt – auch in Shanghai und Hongkong.

„So wie Bosch für die Automobilindustrie wollen wir DER Zulieferer für die Robotik werden“, sagt Ensslen. Mit Saug- oder Mährobotern sei die Robotik im Massenmarkt angekommen. Weiterentwickeln will sich das Unternehmen darüber hinaus mit Industrierobotern, Elektromobilität und mit intelligenten Industriekomponenten, die ihre Daten beispielsweise „in die Cloud“ funken.

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