ameria GmbH

Ein Schaufenster, das Passanten anhält und ihnen zeigt, was es im Geschäft drinnen zu kaufen gibt. Mit diesem Neuprodukt will die ameria GmbH in Heidelberg einen neuen Verkaufsstandard im Handel etablieren. 

Albrecht Metter und Dmytro Belykh entwickelten schon während ihres Studiums individuelle Software für Vertrieb und Marketing. 2001 gründeten sie die ameria GmbH in Heidelberg. Aus der Software sind inzwischen Produkte geworden. Aus einem Kundenprojekt heraus entstand ein interaktives Schaufenster, das sich allein durch Gesten steuern lässt. Seit 2014 steht das fertige Produkt. „Wir wollen den Handel nicht digitalisieren oder Online-Geschäftsmodelle in den stationären Handel einbinden, sondern den Händlern mehr Kunden ins Geschäft bringen“, sagt Albrecht Metter. Gehen Passanten am interaktiven Schaufenster vorbei, dann reagiert es auf sie. Die Flaneure hören zum Beispiel, dass jemand an die Schaufensterscheibe klopft und sie dann anspricht. Hat sich der Passant erst einmal in den Bann des interaktiven Schaufensters ziehen lassen, dann kann er es mit Hilfe einer Art Kamera steuern und sich Produkte und Informationen anzeigen lassen.

„Der klassische Handel braucht drei Dinge“, ist der 35-jährige Metter überzeugt, „eine attraktive Einrichtung, gutes Personal und ein ansprechendes Schaufenster, denn das zieht die Kunden ins Geschäft.“ Große Konzerne wie E-Plus und Douglas hat das inzwischen 54 Mitarbeiter zählende ameria-Team bereits als Kunden für das interaktive Schaufenster gewinnen können. Mit einem großen Energiedrink-Anbieter sowie mit einem Sportartikel-Hersteller sind sie derzeit im Gespräch.

„Mit einer neuen Informationstechnik lassen sich ganze Branchen verändern“, sagt Metter, „wofür uns unsere Handelskunden zum Teil fast schon dankbar sind. Diese Anerkennung motiviert.“ Doch damit nicht genug: Die ameria GmbH will ihr lebendiges Schaufenster oder den „virtuellen Promoter“ weltweit als Standard für Verkaufsförderung im Handel etablieren. Dazu hat sie eine Partnerschaft mit Wincor Nixdorf und mit Microsoft geschlossen. „Die Nachfrage aus den USA und Asien ist groß“, berichtet der ameria-Chef. Vor Ort brauche man lediglich jemanden, der das Gerät im Schaufenster aufbaut und eine Agentur, die über eine speziell entwickelte Software das System mit Text, Bildern oder Filmen befüllt.

Die Entwicklung ihres interaktiven Schaufensters hat die ameria mit einer stillen Beteiligung der MBG Baden-Württemberg finanziert. „Die Postbank hat uns auf die stillen Beteiligungen aufmerksam gemacht. Für diesen Entwicklungsschritt war das die richtige Entscheidung. Außerdem ging alles problemlos und schnell“, lobt Metter. 

ameria GmbH, Heidelberg
Gegründet: 2001
Mitarbeiter: 54

www.ameria.de

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