Pinion GmbH in Dornstetten

Die technische Aufrüstung von Fahrrädern hält an. Mit dem Getriebe der Pinion GmbH hat sie einen neuen Höhepunkt erreicht. Das sagen zumindest Radhersteller, die es einbauen.

Entwicklungen für die Formel 1 landen irgendwann in Kleinwagen, aber nie umgekehrt. Damit wollten sich Christoph Lermen und Michael Schmitz nicht zufriedengeben. Aus ihrer Begeisterung fürs Mountainbiken hatten die beiden angehenden Ingenieure 2006 die Idee für ein neuartiges Fahrradgetriebe. Es sollte wartungsarm wie eine Nabenschaltung sein und gleichzeitig leichtgängig wie eine hochwertige 18-Gang-Kettenschaltung. Im Juli 2012 war es so weit: Die ersten Pinion P 1.18 Getriebeschaltungen kamen auf den Markt.

Schon während ihres Studiums entwickelte sich Radfahren zum Lifestyle und Trendsport. „Uns interessierte zunächst die technische Herausforderung: ein Getriebe unter drei Kilo und der ideale Platz am Rad“, blickt der heute 29-jährige Lermen zurück. 2008 war der erste Prototyp fertig und sie gründeten Pinion. Ihr eigenes Geld reichte gerade noch für die erste Patentanmeldung.

In einem Physiker fanden sie einen Geld- und Ideengeber in einer Person. Mit ihm ist Pinion zu einem Acht-Mann-Betrieb herangewachsen. Weiteres Kapital kam von der MBG Baden-Württemberg. „Die stille Beteiligung ist attraktiv, weil unsere Anteile unberührt bleiben.“ Derzeit bauen verschiedene europäische Radhersteller das Pinion- Getriebe ein. Die Räder kosten ab 2.500 Euro. Ihre weiteren Pläne? „Wir hangeln uns von Teilerfolg zu Teilerfolg.“ Aber der große Plan ist, aus dem ersten Pinion-Getriebe eine richtige Produktfamilie zu entwickeln.

„Wir wollten uns nicht nur selbstständig machen, sondern tatsächlich etwas Neues erreichen. Darauf sind wir jetzt schon ein bisschen stolz,“ so die beiden Pinion- Geschäftsführer Christoph Lermen und Michael Schmitz über ihre Fahrradgetriebe- Innovation Pinion P 1.18.

Pinion GmbH in Dornstetten
Gegründet: 2008
Mitarbeiter: 8
www.pinion.eu

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