12.06.2017

Innovative Mobilität mit Zukunftspotenzial


Unternehmen entdecken die Vorteile des Carsharings immer mehr, denn viele Flottenfahrzeuge stehen häufig ungenutzt herum. Jede Ressource, die nicht verwendet wird, kostet vor allem eins: Geld. Hier lässt sich also eine Menge einsparen.

Prognosen zufolge versiebenfacht sich die Anzahl dieser Fahrzeuge bis 2020. Allerdings gibt es beim Corporate Carsharing noch Optimierungsbedarf, denn so genannte „Pool-Autos“ sind häufig kompliziert in der Handhabung. Patric Schneider, Andreas Kopf und Peter Jegutzki von der AZOWO GmbH hatten eine innovative Idee, wie Carsharing im Unternehmen effizienter, kostengünstiger und ressourcenschonender gehandhabt werden kann – ganz egal, ob die Firma über ein Fahr-zeug verfügt oder über 25. Die drei jungen Männer entwickelten gemeinsam eine Software-Lösung für ein Corporate-Carsharing-System, das extrem einfach zu bedienen ist und seinen Nutzern einen hohen Mehrwert bietet.
 
Die Lösung

Die Technik dahinter ist eine kostengünstige Cloud-basierte Software. Die Web-Oberfläche lässt sich sowohl als selbstständige Website verwenden, als auch in ein bestehendes Intranet einbauen.  Die Nutzer können das System über den Desktop, ein Tablet oder ein Smartphone bedienen und einsehen.  Bereits vorhandene Fahrzeuge kann man ohne viel Aufwand einbinden. Damit die Software mit den Fahrzeugen „kommunizieren“ kann, wird in die Autos ohne viel Auf-wand eine Telematikbox eingebaut.

Die Vorteile

Die intelligente Software sorgt für eine optimale Auslastung der Flotte und die Fahrten lassen sich automatisch auf die entsprechenden Kostenstellen buchen und Privatfahrten differenzierter abrechnen.  Aufgrund der übersichtlichen Darstellung mit grafischer Disposition erhält der Flottenleiter einen schnellen Überblick über die laufenden Reservierungen sowie die Schadens- und Fahrzeugzustandsdokumentation. Das System erfasst den Tankfüll-, Batterie- und Kilometerstand und die OBD-Schnittstelle übermittelt diese an die Verantwortlichen.  Überschüssige Kapazitäten der Flotte werden zudem erkannt und können abgeschafft werden.  „Da die Autos mithilfe unserer Technologie rund um die Uhr verfügbar sind, lassen sich die Kosten bis zu 40 Prozent reduzieren“, betont Patric Schneider, der bei der AZOWO GmbH für die Forschung und Entwicklung zuständig ist.

Weitere Pluspunkte:  Die Fahrzeugnutzer sparen aufgrund des elektronischen Systems ebenfalls viel Zeit, so entfällt das lästige Ausfüllen des Fahrtenbuches per Hand. Der Zugang zum Fahrzeug verläuft zudem schlüssellos per Smartphone-App oder RFID-Chip, so dass keine Schlüsselübergabe mehr nötig ist. Darüber hinaus erfolgt die Führerscheinkontrolle durch den Chip auf dem Führerschein.  Und durch das Baukastenprinzip lassen sich neue Features sehr schnell implementieren.

Die Finanzierung

Da das Eigenkapital der drei AZOWO-Gründer nicht ausreichte, machten sie sich auf die Suche nach Investoren, die sie von ihrem Projekt überzeugen konnten.  Zunächst haben sie fünf Business Angels für sich gewonnen. Als die Corporate-Carsharing-Lösung zu 65 Prozent umgesetzt war, suchten sie nach weiteren Kapitalgebern. Mit der Chancenkapital Biberach und der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft waren weitere Investoren gefunden. Tobias Stark, Firmenkundenberater der Kreissparkasse Biberach betont: „Die Kreissparkasse Biberach verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und bietet neben den banküblichen Dienstleistungen und Finanzierungslösungen auch langfristiges Nachrangkapital über ihre Beteiligungstochter Chancenkapital BC.“

„Wir waren von dem Konzept schnell überzeugt, denn der hohe Bedienkomfort und die hohe Innovationsgeschwindigkeit der AZOWO-Software sind klare Wettbewerbsvorteile. Deshalb sind wir uns sicher, dass das Unternehmen hervorragendes Zukunftspotenzial hat“, betont MBG-Geschäftsführer Dirk Buddensiek. „Eines war für mich von Anfang an klar: Das AZOWO-Team besteht nicht nur aus absoluten Experten in ihrem Bereich, sondern auch die Umsetzungsstärke ist auf jeden Fall gegeben. Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen und den anderen Investoren klappt hervorragend und ich bin guter Dinge, dass wir hier einen echten Champion in Baden-Württemberg aufbauen können"; ergänzt Uwe Horstmann, Co-Founder und Geschäftsführer Project A Ventures. Und  Peter Jegutzki, der bei AZO-WO für Vertrieb und Flotte verantwortlich ist, fügt noch hinzu:  „Die Zusammenarbeit mit unseren Kapitalgebern war und ist sehr gut. Durch unseren regen Austausch sind sie nicht nur Geldgeber, sondern sie unterstützen uns auch nach der Gründung in jeglicher Hinsicht.“

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