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Pressesprecherin
Gudrun Bergdolt
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Pressekonferenz von Bürgschaftsbank und MBG am 17. Februar 2012 in Stuttgart.

Presse-Informationen

  

23.12.2011

Stuttgart: Wettbewerbe: Hier kommen auch kleine Betriebe groß raus

Innovationspreis11_015_Wohlleben.jpgDer Dämmstoff-Veredler Confira hat den Sonderpreis für junge Unternehmen der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft gewonnen. Für den Betrieb hat sich die Teilnahme beim Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg gelohnt: Kostenlose Presse und ein Preisgeld von 7.500 Euro.

Peter Wohlleben ist immer noch begeistert, obwohl die Preisverleihung des Innovationspreises des Landes Baden-Württemberg – Dr.-Rudolf-Eberle-Preis – schon vier Wochen her ist. „Eine tolle Veranstaltung“, sagt er rückblickend. Seine IHK hatte ihn auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht. Er bewarb sich. Mit einer Platzierung rechnete er allerdings nicht. „Der Preis ist eine enorme Wertschätzung für unsere Arbeit. Meine Mitarbeiter und ich sind stolz darauf, dass in der Zeitung und im Radio über uns berichtet wurde.“

Nach der Preisverleihung hat sich Peter Wohlleben bei seiner Belegschaft mit einer Feier bedankt. Und das Preisgeld? „Kommt in die Firmenkasse“, sagt der 40-Jährige. Denn für die Wasser abweisenden Dämmplatten, für die er den Sonderpreis für junge Unternehmen der MBG bekommen hat, will er eine neue Produktionsanlage bauen. „Dafür brauchen wir jeden Euro.“

Peter Wohllebens Confira Werkstoff GmbH und seine Contherm Wärmedämmsysteme GmbH in Neuenstein sind weniger bekannt, weil sie hauptsächlich Industriekunden haben. Umso mehr war ihm die kostenlose Pressearbeit für sein Unternehmen rund um die Preisverleihung willkommen. „Bei Kooperationspartnern und Kunden kommt das gut an“, sagt er. Auch wenn es aufwändig ist, sich für einen solchen Preis zu bewerben: „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.“

Eine Übersicht der Preise im Land, für die sich Unternehmer bewerben können:
Kostenlose Werbung plus Preisgeld? Das winkt Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich an Wettbewerben beteiligen. Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg unterstützen einige der folgenden Wettbewerbe:

  • bwcon: Hightech Award CyberOne
    Der bwcon: Hightech Award CyberOne ist der jährliche Business-Plan Wettbewerb für Hightech-Branchen.
    Geld- und Sachpreise im Wert von über 100.000 ¤
    Bewerbungsschluss: 9. Januar 2012
    CyberOne
  • Zukunftspreis Handel
    Der Handels- und der Sparkassenverband Baden-Württemberg suchen jährlich herausragende Einzelhändler.
    Bewerbungsschluss: 20. Januar 2012
    Zukunftspreis Handel
  • Dienstleister des Jahres
    Seit 2000 wird der Preis alle zwei Jahre an innovative Dienstleister vergeben.
    Preise im Wert von insgesamt 39.500 Euro
    Bewerbungsschluss: 17. Februar 2012.
    Dienstleister des Jahres
  • Landespreis für junge Unternehmen
    Alle zwei Jahre sucht die L-Bank erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer in Baden-Württemberg.
    Preisgeld: 100.000 Euro.
    Bewerbungsschluss: 31. März 2012
    Landespreis für junge Unternehmen
  • Dr.-Rudolf-Eberle-Preis
    Jährlicher Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg.
    Preisgeld: 50.000 Euro plus 7.500 Euro Sonderpreis für junge Unternehmen der MBG
    Bewerbungsschluss: 31. Mai 2012
    Dr.-Rudolf-Eberle-Preis
  • VR-Innovationspreis
    Jährlicher Wettbewerb für innovative mittelständische Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken.
    Preisgeld: 50.000 Euro
    Bewerbungsschluss: 30. September 2012
    VR-Innovationspreis

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    18.11.2011

    Zankapfel Kaufpreis

    Brasseler_Rueberg_quer.jpgDer Verkäufer will möglichst viel Geld für sein Lebenswerk. Käufer hoffen eher auf ein Schnäppchen. Bei den meisten der 398 Nachfolgeprojekte, die die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg zwischen Januar und Oktober 2011 begleitet hat, ermitteln Experten von Kammern oder Verbänden den Betriebswert. Die Nachfolgeregelung der Drechslerwerkstatt Feninger in Elzach, die die Bürgschaftsbank als Partner der Gründerwoche Deutschland heute vorstellt, verlief vor allem deshalb so reibungslos, weil Käufer und Verkäufer sich einig waren, wer den Wert des Betriebs ermitteln soll.

    Es gehört schon ein Quäntchen Glück zur intensiven Suche nach einem passenden Betrieb. Doch auch den richtigen Berater zu finden, der die Nachfolge begleitet, ist gar nicht so einfach. Denn dem ermittelten Firmenwert sollten möglichst beide Seiten trauen.

    Praxisbeispiel Nummer fünf:
    So ging es auch Claus Rüberg (im Bild rechts) und Peter Braßeler. Als sie hörten, dass die Drechslerwerkstatt Feninger in Elzach Nachfolger suchte, war ihnen klar: Sie hatten ein top geführtes Unternehmen gefunden, das zu ihnen passte. Im September 2011 übernahmen sie die Drechslerwerkstatt. Das Unternehmen stellt vollautomatisiert oberflächenfertige Sofafüße für Designmöbelhersteller sowie Schraubverschlüsse und Deckel aus Massivholz für die Kosmetikindustrie her.

    Externer Berater ermittelt Firmenwert
    Seit März 2010 war Claus Rüberg selbstständiger Vermittler für Oberflächenveredlung. So lernte er auch Claus Feninger kennen. Als er hörte, dass Feninger einen Nachfolger suchte, sah er sich das Unternehmen an. „Eine Top-Fertigung mit 24-Stunden-Betrieb“, erkannte der heute 40-jährige Rüberg. Zusammen mit Peter Braßeler, der mit ihm Holztechnik an der Fachhochschule Eberswalde studiert hatte, konnte er sich den Kauf und die Fortführung des Unternehmens vorstellen. Das Steinbeis Transferzentrum für Internationalisierung, Beteiligung und Nachfolgeregelung I/B/N in Ravensburg ermittelte für sie den Firmenwert und begleitete den Übernahmeprozess. Im Kaufpreis inbegriffen ist, dass der Vorbesitzer für den „Know-How-Transfer“ zur Verfügung steht. „Später wird uns Herr Feninger noch als Berater zur Seite stehen.“

    Die Finanzierung
    Kurz vor dem Start wurde es noch etwas unruhig. Alle Beteiligten hatten sich auf eine Übernahme zum 1.Juli eingestellt. „Schließlich konnten wir erst zum September loslegen, weil wir noch auf das O.k. für das Finanzierungskonzept warten mussten“, sagt der 43-Jährige Peter Braßeler. Die Bank gab grünes Licht für den Finanzierungsmix aus Förderbank- und Hausbankdarlehen inklusive einer Bürgschaft der Bürgschaftsbank. „Über die Höhe der Summe darf man gar nicht näher nachdenken“, sagt Claus Rüberg. Doch beide sind überzeugt, dass der Einstieg in das laufende Geschäft eine lohnende Zukunftsinvestition ist. Die beiden Tischler und Holzingenieure sind ihrem Werkstoff Holz weiter eng verbunden und freuen sich darauf, sich und das Unternehmen weiter zu entwickeln. Schon jetzt ist das Feedback der Kunden durchweg positiv: „Unsere Produkte und die Qualität, die wir liefern, kommt bei den designorientierten Premiumkunden gut an.“

    Bildunterschrift:
    Claus Rüberg (re.) und Peter Braßeler sind die neuen Inhaber der Drechslerwerkstatt Feninger in Elzach.

      

    17.11.2011

    Familiennachfolge? Meistens Fehlanzeige

    Koenig_von_Preussen1.jpg398 Nachfolgeprojekte mit einem Volumen von 82 Millionen Euro hat die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg zwischen Januar und Oktober 2011 begleitet. Weniger als die Hälfte davon bleiben in Familienhand. Beim Landgasthof König von Preußen in Marxzell Frauenalb ist das anders. Als Partner der Gründerwoche Deutschland stellt die Bürgschaftsbank heute diese geglückte Familiennachfolge vor.

    Jedes Jahr stehen 71.000 Unternehmensnachfolgen an. Davon bleiben gerade einmal 44 Prozent der Betriebe in Familienhand, so das Bonner Institut für Mittelstandsforschung.

    Praxisbeispiel Nummer vier:
    Ein Beispiel für eine geglückte Nachfolge innerhalb der Familie ist der Landgasthof König von Preußen in Marxzell Frauenalb. Anfang 2011 haben die Brüder René und Roy Rath den Gasthof von ihren Eltern Hannelore und Herbert übernommen. „Unsere Eltern haben uns nie unter Druck gesetzt. Für uns war aber immer klar, dass wir den Betrieb weiterführen“, sagt der 23-jährige Restaurantfachmann René Rath. Auch sein 25-jähriger Bruder hat einen entsprechenden Beruf gewählt: Als Koch hat er im Hotel-Restaurant Rebstock in Durbach sowie im Freiburger Colombi Hotel Erfahrungen gesammelt. Zum Kernteam des Landgasthofs gehören die Familie plus drei Angestellte. Zusätzlich kann René Rath je nach Bedarf auf eine flexible Mannschaft von 15 Leuten zurückgreifen. Acht Doppelzimmer gibt es derzeit.

    Im Rahmen der Nachfolgeregelung ging das Einzelunternehmen des Vaters in eine GmbH über. Die Brüder Rath sind Geschäftsführer. Aktuell geplant sind weitere Hotelzimmer, für die sie momentan den Umbau, die Renovierung und die Sanierung vorbereiten.

    Starthilfe mit Startfinanzierung 80
    Bei der Unternehmensnachfolge haben sie ein Jurist und ein Unternehmensberater unterstützt. „Sie halfen uns auch mit dem Businessplan, mit dem wir der Sparkasse Karlsruhe unsere Pläne für die Nachfolge und die Modernisierung vorgestellt haben.“ Die Berater rieten ihnen zum Förderkredit Startfinanzierung 80 der L-Bank, den die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg automatisch zu 80 Prozent verbürgt. „Der Sparkasse gefiel unser Konzept – entsprechend reibungslos lief auch die Finanzierung“, sagt René Rath.

    Von außen betrachtet hat die Familie Rath in ihrer Vorgehensweise fast schon nach dem Lehrbuch gehandelt: Denn die fachliche Kompetenz der Nachfolger stimmt, sie haben sich Rat von außen geholt und die Nachfolge war gut vorbereitet und keine „Notlösung“, weil ja auch die Eltern bei guter Gesundheit sind und nach wir vor im Betrieb mitarbeiten.

    René und Roy Rath sind froh, dass sie sich für die Nachfolge entschieden haben. Ein erster Erfolg ist der seit 2010 steigende Umsatz. „Klar hätten unsere Eltern vielleicht das ein oder andere anders gemacht, aber sie vertrauen uns und akzeptieren den Weg, den wir jetzt gehen.“

    Bildunterschrift:
    Mit dem kleinen William (re. außen) ist im Landgasthof König von Preußen schon die dritte Generation an Bord: Die Unternehmerfamilie René, Hannelore, Herbert und Roy Rath.

    Fotohinweis: Landgasthof König von Preußen

      

    16.11.2011

    Gut beraten - Erfolgsfaktoren für Existenzgründer

    Kuneo_Grogor_John_s.jpgGründer und Nachfolger machen etwa die Hälfte aller Engagements aus, denen die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg und die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Finanzierungen mit Bürgschaften oder stillen Beteiligungen ermöglicht. Doch was macht eine Idee erfolgreich? Als Partner der Gründerwoche Deutschland stellt die Bürgschaftsbank heute die Kuneo GmbH vor. Ihr Gründer Gregor John (Foto) hat sich vor der Gründung beraten lassen und den Wettbewerb analysiert.

    Eine gute Idee zu haben, ist das eine. Doch ein Businessplan braucht vor allem Fakten. IHK, Handwerkskammer oder auch die Fachverbände bieten ihr Wissen an – meist kostenlos.

    Praxisfall Nummer drei: Kuneo GmbH in Edingen-Neckarhausen
    Bevor Gregor John sein Unternehmen gründete, nahm er den Wettbewerb unter die Lupe. Dabei stellte er fest, dass keiner der über 400 Caterer und Partyservices in der Metropolregion Rhein Neckar an seine Idee herankam: einen Eventcatering-Service – also Essen mit Musik oder Showeinlage – für verschiedene Zielgruppen. Folglich besetzte der heute 41-Jährige mit seinem Zielgruppenkonzept diese Nische und gründete am 11. Januar 2011 die Kuneo GmbH.

    Zwei seiner ehemaligen Kunden konnte er für sein neues Konzept begeistern. „Akquiriert haben wir noch nicht“, sagt der gelernte Hotelfachmann und staatlich geprüfte Betriebswirt der Hotelfachschule, der schon nach elf Monaten sechs Festangestellte beschäftigt. Neue Kunden kommen auf Empfehlung.

    Unterschiedliche Zielgruppen ansprechen
    Für die Zubereitung seiner Speisen pachtete John im Frühjahr einen ehemaligen historischen Gasthof und begann mit dem Umbau. Seither sind eine neue Küche, drei Kühlhäuser, acht Büroarbeitsplätze und ein fast 200 Quadratmeter großer Veranstaltungsraum entstanden. Neben der Etablierung seines Premium-Marke „kuneo SELECTION“ und der entspannteren Variante „kuneo CASUAL“ möchte er künftig auch Unternehmensgastronomien wie Kantinen unter der Marke „kuneo BUSINESS“ bewirtschaften. Auch Schul- und Kindergartenverpflegung will er in sein Angebot aufnehmen. „Ich möchte in der Region Marktführer werden und die Kuneo GmbH national positionieren“, sagt er selbstbewusst.

    Verbürgter Kredit plus stille Beteiligung
    Bei der Umsetzung seines Businessplans halfen ihm die IHK und ein Gründercoach. „Die größte Hürde war die Finanzierung“, gibt John zu, „weil Gastronomen eigentlich kaum jemand gerne finanzieren möchte und schon gar nicht bei einem Kapitalbedarf von einer halben Million Euro.“ Sein Gründercoach und der sauber ausgearbeitete Businessplan öffneten ihm jedoch die Tür, so dass er sich schließlich aus mehreren Finanzierungsangeboten verschiedener Banken eines aussuchen konnte. Seine Wahl fiel auf die Sparkasse Heidelberg, die ihm einen Finanzierungsmix aus Förderkrediten mit Bürgschaft der Bürgschaftsbank und einer stillen Beteiligung der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft anbot.

      

    15.11.2011

    Mannheim: 82 Millionen Euro für Nachfolger

    August_Renschler.jpg In den ersten zehn Monaten 2011 ermöglichte die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg 82 Millionen Euro für den Kauf beziehungsweise die Übernahme bestehender Betriebe. Als Partner der Gründerwoche Deutschland stellt sie heute die Unternehmensnachfolge August Renschler GmbH & Co. KG in Mannheim vor. Das Unternehmen verkauft wasserlose Urinale.

    Zwischen Januar und Oktober 2011 hat die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg 398 Nachfolgeprojekte mit einem Volumen von 82 Millionen Euro begleitet. Im Vorjahreszeitraum waren es mit 429 Projekten zwar sieben Prozent mehr, was sich mit einem Nachholbedarf aufgrund der Krise erklären lässt. Das Kredit- und Beteiligungsvolumen fiel jedoch 2010 mit 72 Millionen Euro niedriger aus als 2011. Im Schnitt brauchten Nachfolger 2011 mit 205.000 Euro (2010: 166.700 Euro) 23 Prozent mehr Kapital, um einen bestehenden Betrieb zu übernehmen.

    Knackpunkt Kaufpreis
    Häufig liegen Käufer und Verkäufer beim Thema Kaufpreis weit auseinander. Verkäufer möchten für ihr Lebenswerk einen ordentlichen Preis erzielen. Die Käufer hingegen wollen ihren Einstieg ins Unternehmertum nicht mit unnötig hohen finanziellen Verpflichtungen belasten.

    Praxisfall Nummer zwei: August Renschler GmbH & Co. KG in Mannheim
    Je besser ein zum Verkauf stehender Betrieb dasteht, desto höher der Preis. Diese Erfahrung haben auch Michael Weik und Franz Rauchholz gemacht, die sich mit knapp 50 den Traum vom eigenen Unternehmen erfüllen wollten. Fast zwei Jahre suchten sie nach einem geeigneten Betrieb. In der Mannheimer August Renschler GmbH & Co. KG, einem Hersteller von wasserlosen Urinalen, fanden sie ein top geführtes Unternehmen, bei dem alles stimmte: die Zahlen, der Markt und die Zukunftsaussichten.

    Unterstützt vom ehemaligen Inhaber
    Der Kaufprozess dauerte insgesamt ein dreiviertel Jahr: Vom ersten Gespräch mit dem früheren Eigentümer Udo Grüßer über die Preisverhandlungen, die Erstellung des Businessplans, die Finanzierung bis zum Kauf am 1. Januar 2011. „Auch das 16-köpfige Team war erleichtert, weil damit das Unternehmen eine neue Perspektive bekam“, sagt der heute 53-jährige Weik. Für Fragen zur Technologie und beim Kennenlernen der Kunden unterstützt Grüßer die neue Geschäftsleitung 24 Monate lang. Schon jetzt entwickeln Weik und Rauchholz ihre Produkte weiter. „Mit jedem Urinal geben unsere Kunden bis zu 150 Euro weniger für Wasser im Jahr aus.“ Dieses Potenzial wollen sie ausbauen und zusätzliche Dienstleistungen rund um das Thema Wasserhygiene anbieten. Ihre Kunden sind Kommunen, Industrieunternehmen und die Gastronomie. Weiteres Potenzial sehen sie im hochwertigen Objektgeschäft.

    Der Banker im Haus erleichtert die Finanzierung
    Nachdem der Kaufpreis fest stand, stellten Weik und Rauchholz ihr Konzept vier Banken vor. Unterstützt wurden sie von einem Unternehmensberater. „Wir brauchten einen wesentlichen Anteil Fremdfinanzierung, aber nur eine Bank konnte uns das anbieten, was wir uns vorgestellt hatten: Einen Finanzierungsmix aus Hausbankdarlehen mit Bürgschaftsbank und Förderbanken“, sagt der heute 56-jährige Bankkaufmann Rauchholz. Beide Unternehmer sind im Rückblick froh, dass sich „bei dem insgesamt schlanken Prozess“ Käufer, Banken und Förderbanken an die Abmachungen gehalten hatten und alles reibungslos ablief.

      

    14.11.2011

    Stuttgart: 141 Millionen Euro für Gründer und Nachfolger

    Mamaspa.jpg In den ersten zehn Monaten 2011 ermöglichte die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg 1.113 Gründern und Nachfolgern 141 Millionen Euro für ihre Investitionen. Als Partner der Gründerwoche Deutschland stellt die Bürgschaftsbank täglich ein gefördertes Engagement vor. Heute: Mamaspa in Stuttgart.

    1.113 Gründern und Unternehmensnachfolgern hat die Bürgschaftsbank zwischen Januar und Oktober 2011 Kredite in Höhe von 141 Millionen Euro ermöglicht. Das ist ein zehn Prozent größeres Volumen als im Vorjahreszeitraum. Zwischen Januar und Oktober 2010 waren es insgesamt 1.082 Gründer und Nachfolger, denen die Bürgschaftsbank ein Kredit- und Beteiligungsvolumen von 125 Millionen Euro ermöglichte.

    Insgesamt konnte die Bürgschaftsbank in den ersten zehn Monaten des Jahres 1.954 Finanzierungswünsche von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Bürgschaften und Garantien begleiten. Das ermöglichte Investitionsvolumen lag bei 397 Millionen Euro. 2010 waren es 2.136 Finanzierungswünsche mit einem Volumen von 417 Millionen Euro. Verglichen mit dem Nachkrisenjahr 2010 hat sich die Nachfrage nach Bürgschaften und Garantien im laufenden Jahr normalisiert.

    Gründer und Nachfolger – wer brauchte wie viel?
    In den ersten zehn Monaten des Jahres haben Bürgschaftsbank und MBG insgesamt 715 Existenzgründern (2010: 653) Investitionen von fast 59 Millionen Euro (2010: knapp 54 Millionen Euro) ermöglicht. Die 398 Unternehmensnachfolger (2010: 429) konnten mit dem ermöglichten Kredit- und Beteiligungsvolumen knapp 82 Millionen Euro investieren (2010: über 71 Millionen Euro).

    Praxisfall Nummer eins: Mamaspa in Stuttgart
    Das durchschnittlich ermöglichte Kredit- und Garantievolumen von Existenzgründern, welche die Bürgschaftsbank beim Schritt in die Selbstständigkeit begleitet, liegt 2011 bei 82.450 Euro. Diesen Betrag hat Christina Haneberg deutlich überschritten mit ihrem Vorhaben „Mamaspa“ – einem Dayspa für Frauen mit Schwerpunkt auf werdende Mütter. Doch nicht nur das durchschnittliche Investitionsvolumen überschreitet sie: Mit ein Mal Unternehmerin sein gibt sich Christina Haneberg nicht zufrieden. Nach dem Stuttgarter Modelabel „Blutsgeschwister“, das sie noch während des Studiums mit einer Bekannten gegründet hatte, ist sie seit Dezember 2010 stolze Inhaberin von „Mamaspa“. „Ich war selbst schwanger und habe festgestellt, dass sich kaum jemand traut, Schwangere zu massieren“, sagt die heute 38-Jährige. Und so tüftelte sie an ihrer neuen Idee, stieg bei ihrem Modelabel aus und setzte in der Stuttgarter Innenstadt ihre Vorstellung einer Wellnessoase für Frauen um.

    Eine Idee bekommt Raum und Räume
    Das geeignete Gebäude fand Christina Haneberg in der Augustenstraße 2. Der Umbau verzögerte sich jedoch, so dass sie nicht wie geplant im Februar, sondern erst im Juni 2011 starten konnte. Schließlich entstand ein Spa mit Sauna, Tepidarium und Infrarotkabine. Sieben fest angestellte Mitarbeiter bieten Massagen und Kosmetikbehandlungen an und verkaufen im Tante Emma Concept Store Kinderkleider und Kosmetikprodukte. Im Obergeschoss geben drei Freelancer Yoga- und Pilateskurse. Für einen stressfreien Spa-Aufenthalt sorgt die Kinderbetreuung Minimee. „Weder in Berlin noch sonst wo habe ich ein ähnliches Konzept gefunden“, sagt die Unternehmerin stolz. Dank ihrer über zehnjährigen unternehmerischen Erfahrung und ihres BWL- und VWL-Studiums schrieb sie sowohl ihren Business- als auch ihren Finanzplan selbst.

    Finanzierungsmix
    Finanziert hat Haneberg ihren Mamaspa aus dem Verkauf ihrer Anteile des Modelabels Blutsgeschwister sowie über einen Hausbankkredit. Zudem beteiligten sich die Vermieter an dem Umbau. „Wegen der Bauverzögerung musste ich nachfinanzieren; schließlich hatte ich schon meine Leute eingestellt und musste Miete bezahlen“, sagt sie mit Blick auf die schwierige Startphase. „Kompliment an die Bürgschaftsbank, sie hat mich kompetent und schnell unterstützt.“ Inzwischen ist sie mit dem Geschäftsverlauf zufrieden. Aber zufrieden gibt sie sich noch lange nicht. „Jetzt warte ich mal das erste Jahr ab, aber eine Filiale kann ich mir jetzt schon gut vorstellen.“

      

    22.09.2011

    Stuttgart: Fieberthermometer der Wirtschaft

    Vorstaende_klein.jpg Fast 50.000 Unternehmen hat die Bürgschaftsbank in den letzten 40 Jahren mit Bürgschaften und Garantien unterstützt. Vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist sie gefragt. Diese Fieberthermometer-Funktion kam besonders während der Wirtschafts- und Finanzkrise zum Tragen. 2011 blicken Bürgschaftsbank und MBG auf ihr 40-jähriges Bestehen zurück.

    Seit 40 Jahren unterstützen Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG) kleine und mittlere Unternehmen im Land: Die Bürgschaftsbank mit Bürgschaften und Garantien für Hausbankkredite oder Förderkredite der L-Bank, wenn den Unternehmen für ihre Finanzierung Sicherheiten fehlen; die MBG mit Beteiligungskapital von der Frühphasenfinanzierung, über die Existenzgründung, Übernahme bis zur Wachstumsfinanzierung.

    In Krisenzeiten nutzen Kreditinstitute häufiger Bürgschaften. Während der Wirtschafts- und Finanzkrise verzeichnete die Bürgschaftsbank gleich zwei Allzeithochs: 2009 erreichten die Bürgschaftsbank fast 3.000 Anträge. Noch nie zuvor in ihrer Geschichte wünschten so viele Unternehmen eine Begleitung ihrer Finanzierung mit einer Bürgschaft. Im Jahr darauf sagte die Bürgschaftsbank 2.533 Mal Ja zur Begleitung von Finanzierungen mit Bürgschaften und Garantien – die höchste Zahl von Zusagen seit ihrem Bestehen.

    Doch die Bürgschaftsbank ist auch gefragt, wenn die Konjunktur brummt. Wenn Unternehmen investieren oder viele Aufträge haben, brauchen sie die Unterstützung der Bürgschaftsbank für ihre Wachstumsfinanzierungen. Deshalb hat 2011 der Anteil an Bürgschaften für Wachstumsvorhaben deutlich zugenommen und liegt aktuell bei deutlich über 60 Prozent der Zusagen.

    Von 23 auf 130 in 40 Jahren
    Seit ihren Anfängen am Standort Rotebühlstraße 97 mit 23 Mitarbeitern und damals 475 begleiteten Finanzierungen hat sich die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg im Bundesvergleich zur größten Bürgschaftsbank gemausert. Heute arbeiten in der Werastraße 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aktuell liegt ihr Bürgschafts- und Garantiebestand bei knapp 13.000 Engagements, mit denen sie ein Finanzierungsvolumen von 2,1 Milliarden Euro ermöglicht hat.
    In den vergangenen 40 Jahren hat die Bürgschaftsbank knapp 50.000 Unternehmen mit Bürgschaften und Garantien unterstützt:
    - 15.852 aus dem Handwerk
    - 9.870 aus dem Handel
    - 9.468 aus der Industrie
    - 2.884 aus den Freien Berufen
    - 2.814 aus dem Gastgewerbe
    - 737 aus Transport und Verkehr und
    - 341 Betriebe aus Gartenbau und Landwirtschaft.

    Nicht nur die Zahl der geförderten Unternehmen, sondern auch das Angebotsspektrum ist über die Jahre gewachsen:
    - Seit 1982 kann die Bürgschaftsbank auch Freie Berufe unterstützen;
    - 2007 kamen mit dem Agrarinvestitionsprogramm auch Landwirte dazu.
    - Ein weiteres wichtiges Jahr war 2002. Seitdem gibt es Förderkredite der L-Bank mit Bürgschaft im Paket – eine bundesweit einmalige Kooperation. Knapp die Hälfte aller Unternehmen, die die Bürgschaftsbank jedes Jahr begleitet, sind Existenzgründer und Unternehmensnachfolger.

    Auch die baden-württembergische MBG kann sich sehen lassen: Sie ist die größte MBG im Bundesvergleich und deutschlandweit der häufigste Beteiligungsgeber. 2010 ist sie 151 Beteiligungen mit einem Betrag von 50,5 Millionen Euro eingegangen. Sie hält aktuell 1.101 Beteiligungen mit einem Volumen von 321 Millionen Euro. Auch ihr Angebot ist über die Jahre gewachsen. Heute bietet sie für fast jede Unternehmensphase Finanzierungsmöglichkeiten:
    - Seit 1995 gibt es im Land den Risikokapitalfonds, mit dessen Unterstützung sich die MBG an innovativen Start-ups beteiligt.
    - 2005 schloss die MBG eine Kooperation mit Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken. Im Rahmen der Kooperation kann sie sich mit bis zu 2,5 Millionen Euro beteiligen.
    - 2009 ging der Seedfonds BW an den Start. Er wurde gemeinsam vom Wirtschaftsministerium, der LBBW Venture,
    L-Bank und MBG ins Leben gerufen. Der Seedfonds BW beteiligt sich gemeinsam mit dem Hightech-Gründerfonds an jungen Hightech-Unternehmen.

    „Unsere Leistungsfähigkeit und unser Wachstum ist eine Gemeinschaftsleistung“, sagte Dirk Buddensiek, Vorstand der Bürgschaftsbank und Geschäftsführer der MBG. Er sowie sein Vorstands- und Geschäftsführerkollege Guy Selbherr bedankten sich bei der Jubiläumsfeier: „Unser Netzwerk stellt uns sein Know-how zur Verfügung. Die Partner von L-Bank, Banken und Sparkassen vertrauen uns und Land und Bund geben uns ihre Unterstützung. Dafür bedanken wir uns.“

    Foto: Guy Selbherr (li.) und Dirk Buddensiek

      

    26.08.2011

    Stuttgart: 2011 wird das Jahr der Existenzgründer

    26. August 2011 Christian_Pristl_Langlotz_klein.jpg Nach dem 2010er-Gründerboom begleitet die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg in den ersten sieben Monaten des Jahres noch einmal fast 10 Prozent mehr Existenzgründungen.

    Geht es der Wirtschaft gut, gründen weniger Menschen ihr eigenes Unternehmen. Das galt bislang. Doch nun geht der Gründerboom bei der Bürgschaftsbank weiter. „2010 ließ sich die 33-prozentige Steigerung bei Gründungen und Nachfolgen noch mit der schwierigen Situation am Arbeitsmarkt erklären“, sagt Bürgschaftsbank-Vorstand Dirk Buddensiek. Im Aufschwungjahr 2011 hat die Bürgschaftsbank in den ersten sieben Monaten mit einer fast 10-prozentigen Steigerung noch einmal mehr Neugründungen mit Bürgschaften und Garantien begleitet. Ein Beispiel: Christian Pristl (Foto) hat zum 1. Juli die Gebäudereinigung Langlotz in Friesenheim mit Unterstützung von Bürgschaftsbank und MBG übernommen. „Aus unserer Sicht ist die wachsende Zahl der Existenzgründer ein Zeichen dafür, dass der Aufschwung robust ist und die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer die wirtschaftliche Lage im Land positiv bewerten“, sagt Buddensiek.

    Der Existenzgründungsboom 2010 wurde im Wesentlichen von den Unternehmensnachfolgen getragen. „Während der Krise – also 2009 – trauten sich nur wenige an einen Unternehmenskauf“, so Buddensiek. Mit insgesamt 501 Nachfolgeregelungen (2009: 394) wurde dieser Stau 2010 abgebaut. Im gleichen Jahr begleitete die Bürgschaftsbank 784 Neugründungen (2009: 569).

    2011: Gründungen gestiegen – Nachfolgen normalisiert
    In den ersten sieben Monaten 2011 normalisiert sich das Nachfolgegeschehen mit 262 (Vorjahreszeitraum: 320). Die Zahl der begleiteten Existenzgründungen wächst jedoch weiter – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 464 auf 504 – eine Steigerung von fast 10 Prozent. Das von der Bürgschaftsbank begleitete Kreditvolumen bei den Neugründungen stieg von 37 auf 42 Millionen Euro.

    Das Praxisbeispiel der Nachfolgeregelung bei der Langlotz GmbH in Friesenheim mit Bürgschaftsbank und MBG sowie das vollständige Zahlenmaterial finden Sie im PDF der Pressemitteilung. Ein druckfähiges Foto steht für Sie zum Download bereit.

      

    19.07.2011

    Stuttgart: Unternehmen klotzen wieder ran und investieren

    19. Juli 2011. Fotolia_26454993_S_Kurve.jpg Eine gesunde Halbjahresbilanz ziehen Bürgschaftsbank und MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg. Die Unternehmen nehmen wieder Geld in die Hand. Bürgschaften sind vor allem für Investitionen gefragt. Stille Beteiligungen der MBG dienen als Vorsorge.

    „Kerngesund“ – so könnte die Diagnose für die kleinen und mittleren Unternehmen im Land lauten. Diese positive Bilanz zieht jedenfalls die Bürgschaftsbank für das erste Halbjahr. Von Januar bis Juni wünschten 1.351 Klein- und Mittelbetriebe eine Begleitung ihrer Finanzierungsvorhaben mit Bürgschaften und Garantien für ein Kreditvolumen von 259 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr des Nach-Krisenjahrs 2010 waren es 1.535 – ein Minus von 12 Prozent.

    „Den Rückgang auf ein gesundes Niveau sehen wir positiv, weil die Unternehmen wieder Geld in die Hand nehmen“, sagt Bürgschaftsbank-Vorstand Guy Selbherr. „Unsere Bürgschaften und Garantien sind kein Kriseninstrument. Sie unterstützen kleine und mittlere Unternehmen. Diese haben Nachteile bei der Kreditfinanzierung, die wir ausgleichen. Die große Nachfrage in den Krisenjahren 2008 und 2009 war fast vergleichbar mit Fieber.“

    Investitionspläne auf Rekordniveau
    Dass die Unternehmen wieder mehr investieren, bestätigt die Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) von Ende Mai. Den Grund dafür sieht der DIHK in den guten Finanzierungsbedingungen, die Investitionen erleichtern. Im Vergleich zur Umfrage vom Februar ist die Investitionsinteresse im Frühsommer sogar gewachsen.

    Aktuell profitieren kleine und mittlere Unternehmen vom Aufschwung. Sie kaufen Maschinen und bauen neue Produktionshallen. Die Daten der Bürgschaftsbank bestätigen, wofür die Kredite verwendet werden.
    - 2009 nutzten die Betriebe im Land 40 Prozent der verbürgten Kredite zur Finanzierung von Betriebsmitteln.
    - 2010 ging der Anteil auf knapp ein Drittel zurück.
    - Im ersten Halbjahr 2011 schrumpfte er weiter.
    Aktuell verwenden die Unternehmen 78 Prozent der verbürgten Kredite für Investitionen.

    Krisenvorsorge mit stillen Beteiligungen der MBG
    Die MBG hat im ersten Halbjahr 2011 78 Unternehmen Beteiligungen mit einem Volumen von 28 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. In den ersten sechs Monaten 2010 waren es 70.

    Im Rahmen des Konjunkturpakets konnte sich die MBG anstatt mit nur 1 Million Euro mit bis zu 2 Millionen Euro beteiligen. Diese Chance haben die Unternehmen genutzt. Deswegen ist das Volumen des ersten Halbjahrs 2011 imVergleich zu 2010 um 36 Prozent gesunken – von 28 auf 18 Millionen Euro.

    „Für das zweite Halbjahr 2011 erwarten wir auch bei der MBG eine gesunde Nachfrage“, sagt Dirk Buddensiek, Geschäftsführer der MBG (Foto). „Die Unternehmen fragen die eigenkapitalähnlichen Mittel der MBG nach. Die Laufzeiten der strukturierten Standard-Mezzanine-Produkte enden. Gemeinsam mit Partnern ermöglichen wir Finanzierungslösungen.“ Zudem rechnet die MBG damit, dass die Unternehmen den Aufschwung nutzen, um ihr Eigenkapital mit stillen Beteiligungen zu stärken, wenn sie jetzt wieder investieren.

      

    16.06.2011

    Seedfonds BW unterstützt innovative Technologie zur Carbonverarbeitung

    Compositence_allevier_klein.jpg Leichtbauteile aus Carbon senken bereits bei Flugzeugen und Fahrrädern den Kraft- und Energieeinsatz. Die Compositence GmbH in Stuttgart hat ein Verfahren entwickelt, das Carbonbauteilen auch in anderen Branchen den Weg ebnet. Die Finanzierung des High-Tech Gründerfonds zusammen mit dem Seedfonds BW, zu dessen Investoren auch die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg gehört, ermöglichen der Compositence GmbH den nächsten Schritt in Richtung industrielle Fertigung.

    Volker Witzel und Ingo Karb haben 2008 gemeinsam die Stuttgarter Compositence GmbH gegründet. Die Innovation des Gründerduos ist eine neuartige Prozesstechnologie zur Verarbeitung von Carbonfasern. Herzstück ist ein robotergeführter Legekopf, der Faserbänder ablegt. Damit lässt sich die Handarbeit bei der Carbonverarbeitung verringern, was Produktionskosten und Produktionszeit reduziert. Zudem geht der Verschnitt des teuren Rohstoffs auf ein Minimum zurück.

    „Als Leichtbau-Technologielieferant bewegt sich die Compositence GmbH in einem attraktiven Zukunftsmarkt. Sie bietet einen klaren Kundennutzen in einem wachsenden Marktsegment. Ihre Abnehmerstruktur ist breit aufgestellt. Die Dynamik der gesamten Branche ermöglicht dem Unternehmen ausgezeichnete Entwicklungsperspektiven”, sagt Florentin Walker, Investment Manager der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg.

    Positives Feedback vom Markt
    Die beiden Geschäftsführer Volker Witzel und Ingo Karb sehen ihr Verfahren besonders geeignet für großflächige und gewölbte Bauteile, wie zum Beispiel bei einem Kotflügel. „Das Feedback aus den Zielmärkten Automobil, Windkraft und Luftfahrt ist vielversprechend“, so die Geschäftsführer. Die beiden Ingenieure haben die Idee am Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart entwickelt und zum Patent angemeldet.
    Mitgründer Gregor Weber war sichtlich überrascht über das große Interesse an ihrer Technologie: „Leichtbau ist eine Schlüsseltechnologie für Energieeinsparung und Elektromobilität. Wir freuen uns deshalb darauf, unser Unternehmen gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds und dem Seedfonds BW weiter voranzubringen.“

    Ziel: Serienfertigung
    Anhand von Musterbauteilen zeigt Gesellschafter Markus Thiessen, der für den Vertrieb zuständig ist, ersten Kunden das Potenzial des Verfahrens. „Wir haben noch viel vor und wollen so schnell wie möglich in die Serie“, sagt er.
    Die Zuversicht bezüglich weiterer Wachstumspläne teilt auch Benjamin Erhart, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds: „Leichter als Aluminium, zugfester als Stahl: Carbonfaserverstärkte Kunststoffe ermöglichen faszinierende Einsatzmöglichkeiten. Compositence bietet zur richtigen Zeit einen wichtigen Baustein in der nötigen Prozesstechnologie. Wir erwarten eine lange und ertragreiche Partnerschaft.“


    Über Compositence:
    Compositence bietet eine neuartige Plattformtechnologie für die vollautomatische und kostengünstige Serienfertigung von Faserverbundbauteilen bei maximaler Flexibilität in der Faserarchitektur. www.compositence.de

    Über die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH:
    Die MBG investiert Branchen übergreifend in kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg. Die Investmentbeträge reichen von ¤ 25.000 bis zu ¤ 2.5 Millionen. Das Angebot der MBG reicht von Seed-Investments über Start-up-Finanzierung bis hin zu Wachstumsfinanzierung für etablierte Unternehmen.
    Die MBG ist eine öffentlich geförderte Beteiligungsgesellschaft. Sie arbeitet eng mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH zusammen und wird vom Land Baden-Württemberg und vom Bund unterstützt. Deshalb kann sie attraktive Konditionen anbieten.

    Zum Seedfonds BW:
    Der Seedfonds BW unterstützt zusammen mit dem High-Tech Gründerfonds junge Technologieunternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg in der frühen Gründungs- oder Seedphase mit Beteiligungskapital. Die Investoren des Seedfonds BW sind neben dem Land Baden-Württemberg (Ministerium für Finanzen und Wirtschaft) die L-Bank, die LBBW Venture Capital GmbH und die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH. www.mbg.de

    Über den High-Tech Gründerfonds:
    Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologieunternehmen, die innovative Geschäftskonzepte unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung sollen die Start-Ups ihre Innovation bis zum Prototypen bzw. „Proof of Concept“ oder zur Markteinführung führen. www.high-tech-gruenderfonds.de

    Bildunterschrift: Markus Thiessen, Volker Witzel, Ingo Karb, Gregor Weber (v.l.n.r.)

      

    09.06.2011

    Stuttgart: Finanzierungsbeschleuniger: Bürgschaftsbank kennt 400 Franchise-Systeme

    9. Juni 2011. Wer sich mit einem Franchise-System selbstständig machen will, kann vom Franchise-Fachwissen der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg profitieren. Der Vorteil: Hat die Hausbank im Zusammenspiel mit der Bürgschaftsbank Informationen über einen Franchise-Geber, bekommen Existenzgründer leichter Kredit.

    Ralf Beutel und Martin Schweighofer sind beide begeisterte Franchise-Nehmer – Jörg Beutel ist Franchise-Partner des Leckortungssystems Locatec und Martin Schweighofer betreibt zwei Vapiano-Restaurants. Von einer großen Marke zu profitieren, betrachten beide als enormen Vorteil.

    Braucht ein Existenzgründer Kredit, der sich als Franchise-Partner selbstständig machen möchte, kann es zu Verzögerungen kommen, weil das Franchise-System nicht bekannt ist. „Bei meinem ersten Vapiano-Restaurant war die Finanzierung nicht ganz einfach“, berichtet Martin Schweighofer. Der Grund: Es gab zu wenig Wissen über Vapiano. In Heilbronn hat er sein zweites Vapiano-Restaurant eröffnet. „Hier lief es einfacher, weil meine Hausbank wie auch die Bürgschaftsbank, die den Kredit verbürgt hat, das System kannten.“

    In Deutschland gibt es aktuell 980 Franchise-Systeme. Bekannt sind McDonald’s, Fressnapf oder Burger King. Bei fast der Hälfte der Systeme haben die insgesamt 18 Bürgschaftsbanken der Länder einen Hausbank-Kredit verbürgt. Über den Verband Deutscher Bürgschaftsbanken in Berlin sind die Bürgschaftsbanken mit dem Deutschen Franchise-Verband vernetzt, wenn sie Fragen zu einem System haben. Zudem tauschen sich die Franchise-Verantwortlichen in den Bürgschaftsbanken untereinander aus.

    Franchise-Wissen beschleunigt Kreditentscheidung
    Warum Franchise-Finanzierung problematisch sein kann? „Von der Finanzierung eines Franchise-Partners profitiert nicht nur der Kreditnehmer, sondern indirekt auch die Franchise-Zentrale. Denn der Franchise-Nehmer bezahlt ja Einstiegsgebühr und Franchise-Gebühr an die Zentrale oder bezieht über sie Waren. Daher sind Kreditinstitute gegenüber Franchise-Systemen, die sie nicht kennen, eher skeptisch“, sagt Guy Selbherr, Vorstand der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg. „Hat eine andere Bürgschaftsbank bereits Erfahrungen mit einem System, dann können wir auf dieses Wissen sowie auf das Wissen des Deutschen Franchise-Verbands zurückgreifen. Die Hausbank kann ebenfalls von diesem Wissen profitieren, was die Finanzierung beschleunigt.“

    Damit sich Franchise-Interessenten rund um Handel, Handwerk, Gastronomie oder Dienstleistung über das Thema Franchising informieren können, gibt es am 7. Juli um 16 Uhr einen Franchise-Gründer-Nachmittag bei der IHK Stuttgart.

    Veranstaltungshinweis:
    Was? Franchise-Gründer-Nachmittag
    Wann? 7. Juli 2011, 16 - 19 Uhr
    Wo? IHK Region Stuttgart
    Jägerstraße 30
    70174 Stuttgart
    Kosten? Keine
    Anmeldung? Per Fax: 0711 2005-60460 oder E-Mail: scs@stuttgart.ihk.de

    Thema? Existenzgründer und Unternehmer, die sich für das Thema Franchising interessieren, bekommen beim Franchise-Gründer-Nachmittag kompaktes Wissen vermittelt, wenn es um die
    - Auswahl eines Systems geht, um
    - Vertragsinhalte und um die
    - die Finanzierung.
    Die beiden Franchise-Unternehmer Martin Schweighofer und Ralf Beutel stehen Interessenten Rede und Antwort.

      

    01.04.2011

    Stuttgart: Bürgschaftsbank begleitet Gründungsboom

    Die Wirtschaft brummt und Gründer wie Nachfolger haben Rückenwind. Mit Bürgschaften der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg konnten 2010 fast 1.300 Gründer und Nachfolger an den Start gehen. Die Aussichten für 2011 sind ebenfalls positiv.

    5__Michael_Zeyer_Internet.jpg Viele Wochen gaben die Schaufenster in der Stuttgarter Innenstadt, Bolzstraße 8, Rätsel auf. Von innen waren sie mit Packpapier beklebt und duldeten keinen Blick ins Innere. Heute, am 1. April, wird das Geheimnis gelüftet: Anja Dold und Michael Zeyer öffnen die „5“, so der Name ihres neuen Lokals im Herzen der Landeshauptstadt. „5, das steht für fünf Geschmacksrichtungen, mit fünf Sinnen genießen, eine kulinarische Reise über fünf Kontinente“, sagt Michael Zeyer. Fern ab vom üblichen Cola-Fanta-Sprite-Einerlei soll etwas Besonderes entstehen, so der Ex-Fußballer und Betriebswirt kurz vor der Eröffnung (im Bild). Für die konstante Auslastung über den ganzen Tag sorgt ein Mix aus Cafe-, Bar-, Restaurant- und Lounge-Konzept mit über 100 Sitzplätzen auf zwei Stockwerken. „Die Leute sollen bei uns bleiben, wenn sie ausgehen“, so der Plan des 42-Jährigen, der nach seiner Sport-Karriere erste unternehmerische Erfahrungen im elterlichen Stahlbaubetrieb gesammelt und zusätzlich einen MBA gemacht hat.

    2010: Starkes Jahr für den Start in die Selbstständigkeit
    Die „5“ von Anja Dold und Michael Zeyer ist eine von insgesamt 1.285 Unternehmensgründungen und Nachfolgen, die die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg 2010 begleitet hat. Nach dem krisenbedingt schwachen Existenzgründungsjahr 2009 mit nur 963 Gründungen und Nachfolgen erreichte die Bürgschaftsbank 2010 ein regelrechter Gründungsboom.

    Mit 869 Vorhaben unterstützte die Bürgschaftsbank die Mehrheit der Gründungs- und Nachfolgeprojekte zusammen mit der L-Bank mit dem Förderprogramm Starthilfe Baden-Württemberg. Das Programm beinhaltet automatisch eine 80-Prozent-Bürgschaft. „Wer in jungen Jahren eine Geschäftsidee umsetzt und ein Unternehmen gründet ist froh, dass es diese Absicherung für die Finanzierung gibt“, sagt Guy Selbherr, Vorstand der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg.

    Startfinanzierung 80: jetzt ein echtes Mikrofinanzprogramm
    Im ersten Quartal 2011 haben Bürgschaftsbank und L-Bank bereits 214 Vorhaben mit dem Programm Starthilfe unterstützt. Insgesamt ist die Bürgschaftsbank in den ersten drei Monaten des Jahres dem Wunsch von 315 Unternehmerinnen und Unternehmern nach einer Absicherung ihrer Finanzierung für Gründungs- oder Nachfolgevorhaben nachgekommen. Bürgschaftsbank-Vorstand Guy Selbherr: „Die starken Zahlen für das erste Quartal zeigen, dass das gute wirtschaftliche Umfeld Gründern wie Nachfolgern aktuell Mut macht.“ Für noch mehr Dynamik werden seiner Meinung nach die Verbesserungen im Programm Starthilfe Baden-Württemberg sorgen. Es heißt ab heute Startfinanzierung 80. Die Beitragsuntergrenze von ehemals 2.500 Euro fällt nun weg – „damit ist es ein echtes Mikrofinanzprogramm geworden“, so Selbherr. Zudem gibt es die Startfinanzierung 80 künftig mit flexiblen Laufzeiten von fünf, acht und zehn Jahren. Für die Hausbanken, die Startfinanzierung 80 bei der Hausbank beantragen, ist es ebenfalls attraktiver geworden.

      Links mit weiteren Informationen:
    • 5.fo
      

    15.02.2011

    Stuttgart: 50.000 Euro für innovative Unternehmer - MBG vergibt Sonderpreis

    eberle09web_jpg_486596.jpg Kleine und mittlere Unternehmen im Land können sich mit innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen beim Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg - Dr.-Rudolf-Eberle-Preis bewerben. Auf die Gewinner wartet ein Preisgeld von 50.000 Euro. Die MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft zeichnet darüber hinaus ein junges Unternehmen mit 7.500 Euro Sonderpreis aus.

    Wer kann mitmachen?
    • Unternehmen, die maximal 100 Millionen Euro mit höchstens 500 Mitarbeitern im Jahr umsetzen
    • Unternehmen, die zu Handwerk, Industrie oder technologische Dienstleistung gehören
    • Unternehmen, deren Firmensitz in Baden-Württemberg ist

    Der MBG Sonderpreis richtet sich an junge Unternehmen, die nicht älter als zehn Jahre sind und mit bis zu 100 Beschäftigten einen Umsatz von max.10 Mio. Euro erzielen.

    Was wird bewertet?
    • Technischer Fortschritt und innovatorische Leistung
    • Die besondere unternehmerische Leistung, wie Risikobereitschaft oder Erkennen von Marktnischen sowie
    • Der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg.

    Details zur Bewerbung entnehmen Sie bitte den Ausschreibungs- und Bewerbungsunterlagen, die Sie am Ende des Beitrags herunterladen können.

    Einsendeschluss ist der 31. Mai 2011.


      

    04.02.2011

    Stuttgart: Mittelständische Beteiligungsgesellschaft legt kräftig zu

    Bilanz_PK_fuers_Netz.jpg Weil vor allem junge und innovative Unternehmen im Land investieren konnte die MBG 2010 mit 150 stillen Beteiligungen kräftig zulegen (Vj. 136). Die Bürgschaftsbank errreicht 2010 mit 2.533 Vorhaben ihr Allzeithoch seit ihrem Bestehen. Nach der Krise brauchten kleine und mittlere Unternehmen im Land 2010 vor allem Geld für die Finanzierung von Aufträgen.

    4. Februar 2011. Nicht nur bei den exportstarken Großkonzernen brummt das Geschäft. Auch kleine und mittlere Unternehmen im Land konnten 2010 die Wirtschaftskrise weitgehend hinter sich lassen. Von den 2.533 Finanzierungsprojekten, die die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg im vergangenen Jahr begleitet hat, dienten drei Viertel der Finanzierung von Investitionen und nur noch ein Viertel zur Absicherung der Liquidität. Die meisten Vorhaben - 658 Stück - hat die Bürgschaftsbank im Handwerk umgesetzt gefolgt von den Dienstleistungen mit 559, der Industrie mit 442 und dem Einzelhandel mit 438. Beim ermöglichten Kreditvolumen steht die Industrie mit 169,2 Millionen Euro von insgesamt 528,1 Millionen Euro an erster Stelle, da in diesem Wirtschaftszweig die Betriebe und damit auch die Investitionsvorhaben größer sind. Guy Selbherr, Bürgschaftsbank-Vorstand und MBG-Geschäftsführer freute sich vor allem darüber, dass die Bürgschaftsbank zusammen mit der L-Bank 2010 insgesamt 870 Existenzgründer fördern konnte – ein Zuwachs von mehr als einem Drittel. Zudem begleitete die Bürgschaftsbank 502 Unternehmensnachfolgen.

    150 stille Beteiligungen: zehn Prozent mehr als im Vorjahr

    Auch die Nachfrage nach stillen Beteiligungen der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft hat deutlich angezogen. Mit 150 begleiteten Vorhaben im Volumen von 50,5 Millionen Euro konnte die MBG die Investitionsfreude vor allem junger und technologieorientierter Unternehmen im Land unterstützen. „Die Unternehmen haben während der Krise eins gelernt“, sagte Dirk Buddensiek, MBG-Geschäftsführer und Vorstand der Bürgschaftsbank, „sie achten zunehmend auf einen Finanzierungsmix aus Fremd- und Eigenkapital, denn eine solide Eigenkapitalausstattung macht wirtschaftlich unabhängig und verbessert die Verhandlungsposition gegenüber Kreditinstituten.“ 43 Prozent der MBG Beteiligungen wurden von der Industrie nachgefragt; beim Beteiligungsvolumen liegt die Industrie mit 65 Prozent sogar noch deutlicher vorne. Der Blick auf Vorhaben und Unternehmen zeigt, dass mit 46 Prozent (in Zahlen 70) fast die Hälfte der stillen Beteiligungen der MBG auf Existenzgründungs- und Existenzfestigungsvorhaben entfällt. Ein Fünftel der stillen Beteiligungen nutzt innovative Technologieunternehmen im Land. Beim Blick auf das Volumen wird sogar jeder vierte Euro für Innovationen verwendet.

    Wirtschaftsminister Ernst Pfister: „Eigenkapitalfinanzierung wird künftig noch wichtiger.“

    Wirtschaftsminister Ernst Pfister lobte die Arbeit der Landesförderinstitute L-Bank, Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft: „Ich bin überzeugt, dass vor allem das Thema Eigenkapitalfinanzierung in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle spielen wird. Die MBG ist auch hier unsere Speerspitze: Ihre Beteiligungen sind gefragter denn je. Und: Bürgschaftsbank und MBG sind mit Abstand die größten Institute ihrer Art in Deutschland."

    LVI warnt vor zuviel Euphorie: „Innovation braucht Investition.“

    Wolfgang Wolf, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Landesverbands der Baden-Württembergischen Industrie (LVI), warnte trotz der aktuell günstigen wirtschaftlichen Lange sowie der positiven Aussichten für 2011 vor zuviel Optimismus: „Seine Wettbewerbsvorteile gewinnt Baden-Württemberg hauptsächlich aus seiner Innovationsfähigkeit. Doch Innovationen brauchen Investitionen", sagt er.

    Größerer Bürgschaftsrahmen und Bankenabgabe

    Obwohl die Bundesregierung zum Ende des vergangenen Jahres das Konjunkturpaket beendet hat, will sich die Bürgschaftsbank beim Start der neuen Rückbürgschaftserklärung für den erhöhten Bürgschaftsbetrag von 2 Millionen Euro einsetzen, der während der Krise möglich war. „Damit können wir unsere Kunden bei weiterem Wachstum besser begleiten“, sagte Guy Selbherr. Auch beim Thema Bankenabgabe, von der die Bürgschaftsbanken im Gegensatz zu den Förderbanken nicht ausgenommen wurden, sieht er noch Verhandlungsspielraum.

    MBG in Zahlen:
    Mit welchem Beteiligungsvolumen die MBG 2010 die verschiedenen Wirtschaftszweige begleitete:
    Wirtschaftszweig Beteiligungsvolumen ¤ Beteiligungsvolumen %
    Industrie 28.325.000 56,1
    Dienstleistungen 9.679.000 19,1
    Handwerk 4.758.000 9,4
    Handel 6.909.000 13,7
    Gastgewerbe 755.000 1,5
    Verkehr 100.000 0,2
    2010 konnte die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH 150 stille Beteiligungen (im Vorjahr 136) eingehen mit einem Beteiligungsvolumen von 50,5 Millionen Euro (im Vorjahr 44,1 Millionen Euro).
    Mit ihrem Portfolio von 1.099 Unternehmen (wie im Vorjahr) erreichte die MBG ein Beteiligungsvolumen von 320,8 Millionen Euro (im Vorjahr 326,8 Millionen Euro) und erwirtschaftete ein positives Ergebnis von 2,1 Millionen Euro (Vorjahr 1,5 Millionen Euro).

    Foto v.l.n.r.: v.l.n.r.:
    Francisco Martinez, Vorstandsvorsitzender der Straub Druck + Medien AG; Dirk Buddensiek Vorstand/ Gf. BB/MBG; Wirtschaftsminister Ernst Pfister
    Guy Selbherr, Vorstand/ Gf. BB/MBG; Diplom-Volkswirt Wolfgang Wolf, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des LVI sowie Aufsichtratsvorsitzender der MBG und Aufsichtsrat der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg.

      

    12.01.2011

    Stuttgart: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Dr. Hartmut Richter

    Bild_1_BVK_Richter_Pfister_small.jpg Für seine Verdienste als Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT) sowie seine vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten, die sich positiv auf das Handwerk und die gesamte Wirtschaft im Land Baden-Württemberg auswirkten, überreichte Wirtschaftsminister Ernst Pfister am 12. Januar 2011 in Stuttgart Dr. Hartmut Richter das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Dr. Richter ist seit 2005 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg.

    Foto: Wirtschaftsminister Ernst Pfister (re.) heftet Dr. Hartmut Richter (li.) das Bundesverdienstkreuz an.

    Bildquelle: BWHT